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Aktuelles

Im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung (KEP) für die Landeshauptstadt Wiesbaden wurde eine Befragung von ausgewählten Kultureinrichtungen und Kulturveranstaltungen durchgeführt, mit der Informationen unter anderem zu Programm, Besuch und Rahmenbedingungen der Arbeit erhoben werden sollten. Mit der Befragung soll die Datenlage in der Bestandserfassung - Modul 1 des Kulturentwicklungsplans der Landeshauptstadt Wiesbaden (Bezugsjahr 2016) teilweise aktualisiert und um zusätzliche, insbesondere qualitative Aus-sagen erweitert werden. Die Ergebnisse der Befragung sind Teil der Bestandsaufnahme im Rahmen der KEP Wiesbaden. Dabei ergänzen die Ergebnisse der Befragung der Kultureinrichtungen und -veranstaltungen die Interviews mit Expertinnen und Experten.

Zur Begleitung der Kulturentwicklungsplanung in Wiesbaden war beabsichtigt, den Prozess transparent und offen auch online zu begleiten. Für eine solche Online-Kommunikation gibt es im Bereich der Kulturentwicklungsplanung bislang kaum Vorbilder. Daher startete ein entsprechendes Engagement gewissermaßen als Versuchsanordnung auf diesem Feld.

Für die Entscheidung, welche Kommunikationskanäle für die Kulturentwicklungsplanung in Wies-baden infrage kommen, wurden mehrere Möglichkeiten diskutiert. Am Ende hat man sich dafür ent-schieden, eine externe Webseite und eine Facebook-Gruppe einzurichten. Der Vorschlag, einen Kanal für die Echtzeit-Berichterstattung (Twitter oder Instagram) zu eröffnen, wurde als nicht not-wendig angesehen.
Neben der Beschreibung der einzelnen Maßnahmen wurden die entsprechenden Rahmenbedingungen für die Online-Kommunikation ausgewertet und anschließend einige Vorschläge zum zukünftigen Vorgehen gemacht.

Im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung (KEP) für die Landeshauptstadt Wiesbaden wurden von Ende Juni bis Mitte September 2019 Interviews mit lokalen Expert/innen im Kulturbereich durchgeführt. Die Mehrzahl von ihnen ist nicht selbst in städtischen Kulturfördersystemen tätig. Ziel dieser Interviews war es Wahrnehmungen, Meinungen und Stellungnahmen zum Wiesbadener Kulturleben von jenen zu erfassen, die über eine ausgewiesene Kenntnis der Wiesbadener Kultur verfügen und eine gewisse Multiplikatorenrolle für die kulturelle Öffentlichkeit haben. Themenfelder der Interviews waren:

  • Aktuelle Einschätzung des Kulturlebens
  • Stärken, Schwächen, Potenziale
  • Bedeutung einzelner kultureller Cluster (orientiert an der Expertise der Befragten)
  • Handlungsfelder
  • Überregionale Bedeutung und Sichtbarkeit
  • Kulturentwicklung

Aktuelle Einschätzung des Kulturlebens

Als besonders prägend für Wiesbaden werden das von der öffentlichen Hand getragene Staatstheater und das Landesmuseum angesehen. Die zivilgesellschaftlich getragene Kultureinrichtung des Schlachthofs ist nach dieser Befragung die zweitwichtigste Einrichtung mit Alleinstellungsmerkmal der Landeshauptstadt. Darüber hinaus werden die Vielfalt und Breite der Kulturlandschaft der Landeshauptstadt betont.

Stärken, Schwächen und Potenziale

Bei den Stärken werden eine Reihe von Aspekten genannt: etwa das ehrenamtliche Engagement in der Stadt, die vorhandene Baukultur, der AK Stadtkultur und der Kulturbeirat, das breite Angebot, die lokale Zusammenarbeit im Kulturbereich, ein kulturinteressiertes Publikum oder auch die geografische Lage im Rhein-Main-Gebiet. Hinsichtlich der Schwächen werden diverse Aspekte aufgeführt, wobei zu wenige Angebote für Jugendliche, zu geringe Vernetzung und Kooperation sowie zu wenig Geld für den Kulturbereich etwas herausragen. Bei der Frage nach fehlenden kulturellen Angeboten in Wiesbaden werden von den Interviewpartner/innen signifikant zeitgenössische Angebote für jüngere Bevölkerungsgruppen genannt, einschließlich attraktiver Ausgehmöglichkeiten. Zudem wird häufiger auf die Integration von migrantischer Kultur und auf unzureichende Atelierräume, Werkstätten etc. hingewiesen.

Bedeutung einzelner kultureller Cluster

Ein Wiesbadener Charakteristikum ist - so das Ergebnis einer Zusammenfassung der Bewertungen - ein Angebotsmix aus größeren Kultureinrichtungen und kleineren Anbietern, Veranstaltungen und Angebotsformaten. Zentrale Gemeinsamkeiten sehen die Gesprächspartner/innen in der zunehmenden Überschreitung von Spartengrenzen bzw. zwischen Angeboten traditioneller „Hochkultureinrichtungen“ und der Soziokultur. Auch in der wachsenden Schwierigkeit jüngere Bevölkerungsgruppen zu erreichen sieht man eine gemeinsame Herausforderung - trotz einer gleichzeitigen Zunahme jugendkultureller Angebotsformate. Clusterübergreifend zeichnet sich als Herausforderung insbesondere das breite Feld der Audience Development ab, verbunden mit der Herausforderung neue Formate zu entwickeln. Als weitere Kernherausforderungen werden die Verbesserung der Sichtbarkeit des vorhandenen kulturellen Angebots in Wiesbaden und die lokale Kooperation und Vernetzung der Akteure in den jeweiligen kulturellen Clustern angesehen.

Handlungsfelder und Schwerpunkte

Den Interviewten wurden elf vorgegebene Handlungsfelder genannt, die für das Kulturleben Wiesbadens gewertet werden sollen. Von den Gesprächspartner/innen wird die kulturelle Bildung an erster Stelle genannt. Dann folgen in dichten Abständen die Stadtteilkultur, Interkultur, Gesellschaftliche Teilhabe, Digitalisierung, künstlerische/ kulturelle Eigenständigkeit und der Kulturtourismus. Besondere Handlungsschwerpunkte sollten nach Meinung der Interviewten künstlerische Experimente/Innovationen und die Publikumsentwicklung sein. Es folgen die Handlungsfelder Digitalisierung, Interkultur und Inklusion, Kulturelle Bildung, Einbeziehung/Mitwirkung von Bürger/innen bei der Programmgestaltung und gesellschaftliche Teilhabe.

Überregionale Bedeutung und Sichtbarkeit

Für die kulturelle Außenwirkung werden neben dem Staatstheater, der Schlachthof, die Museen sowie die Maifestspiele, das Rheingau-Musikfestival und das Caligari mit den Filmfestivals von den Interviewpartner/innen als besonders wichtig eingestuft. Das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit der Landeshauptstadt Wiesbaden für die Kultur werden von den Interviewten zumeist als innovationsbedürftig angesehen. Zur Verbesserung wird eine Reihe an Vorschlägen unterbreitet. Dabei sollte nicht nur auf die kulturellen Leuchttürme der Stadt gesetzt werden - sowohl in den traditionellen Informationsmedien als auch den neuen digitalen Möglichkeiten. Vielmehr seien auch kleinere Kulturangebote einzubinden.

Kulturentwicklung

Nach Einschätzung der Interviewten steht der Kulturbereich in Wiesbaden vor allem vor der Herausforderung adäquate Angebote für jüngere Bevölkerungsgruppen und mehr finanzielle Mittel für den Kulturbereich bereitzustellen. Auch geht es darum, wie das Kulturangebot besser an die Menschen gebracht werden kann, u.a. durch mehr Beteiligung. Darüber hinaus wird eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Herausforderungen aufgelistet, sowohl nach innen (z.B. Stärkung der ehrenamtlichen Tätigkeit, Ausbau der Förderung für kleine Vereine, Schaffung von Atelierhäusern in der Innenstadt/am Innenstadtrand) als auch nach außen (u.a. Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit zum Kulturangebot, auch über Wiesbaden hinaus). Als wichtigste Maßnahmen für die kommenden Jahre nennen die Interviewten vor allem die Bereitstellung von mehr finanziellen Mitteln für den Kulturbereich der Landeshauptstadt (u.a. unter Einbezug von messbaren Kriterien der Förderung) und eine bessere Vernetzung der Kulturakteure. Zudem sollen mehr Räume für Kreative zur Verfügung gestellt werden. Es bedürfe einer stärkeren Berücksichtigung von Experimentellem und es sei eine Erhöhung des Stellenwerts des Kulturbereichs in der Kommunalpolitik anzustreben. Dazu wären die kulturellen Angebote der Landeshauptstadt nach außen attraktiver darzustellen. Gefragt nach den Kulturangeboten, die die Gesprächspartner/innen auswärtigen Besucher/innen in Wiesbaden empfehlen würden, werden am häufigsten das Staatstheater, die Museen der Stadt, das Caligari, das Literaturhaus, der Schlachthof und der Neroberg genannt.

Die komplette Auswertung der Experteninterviews können Sie hier einsehen:

Workshop zur institutionellen Kulturförderung im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung in Wiesbaden.

Am 13.11.2019 fand im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung für die Stadt Wiesbaden ein Workshop zur institutionellen Kulturförderung statt. Von den Teilnehmenden wurde insbesondere die Planungssicherheit durch den Doppelhaushalt sehr begrüßt. Außerdem wurden die Wertschätzung der Akteure und ihrer Arbeit sowie die Unterstützung seitens des Kulturamtes bei der Antragstellung als Pluspunkte angesehen. Auch die Möglichkeit, für Investitionen „anzusparen“, wurde als Stärke der institutionellen Kulturförderung in Wiesbaden genannt.

Kritisiert wurde die fehlende Transparenz bei der Bemessung und Entscheidung der institutionellen Förderung. Auch fehle eine dynamische Anpassung der Förderung an gestiegene Kosten und die wachsende Zahl an Fördernehmern. Benötigt würde eine längere Planungssicherheit als zwei Jahre. Zudem wurde bei der eine stärkere Zielgruppenorientierung bzw. ein nachvollziehbares outputorientiertes, aktualisiertes Fördersystem eingefordert.

Eine zentrale Herausforderung sahen die Teilnehmenden in der Erarbeitung von nachvollziehbaren, transparenten und systematischen Kriterien der institutionellen Kulturförderung. Dies solle ohne Unterscheidung zwischen der etablierten (Hoch-)Kultur und neuen, ‚subkulturellen‘ Einrichtungen geschehen. Insgesamt sei darauf hinzuwirken, dass die Mittel erhöht würden und die Voraussetzungen geklärt werden, unter welchen Bedingungen neue Einrichtungen in die Förderung aufgenommen werden.

In zwei Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmenden Vorschläge für die zukünftige Ausgestaltung der institutionellen Kulturförderung auf Grundlage der o.g. Herausforderungen.  Arbeitsgruppe 1 konzentrierte sich dabei auf einzelne Elemente des Entscheidungsverfahrens für eine zukünftige institutionelle Kulturförderung. Eine zentrale Frage der Arbeitsgruppe 2 war, wie die institutionelle Förderung konzeptionell ausgerichtet werden soll. Besonders betrachtet wurde das Modell der Mittelvergabe, das die LAKS (Landesarbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und soziokulturellen Zentren in Hessen e.V.) entwickelt hat.

Das vollständige Protokoll kann hier heruntergeladen werden:

Der Workshop zum kulturellen Cluster der darstellenden Kunst erfolgte am 28. September 2019. Es folgen einige Auszüge aus dem Ergebnisprotokoll, das unten vollständig eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Die Teilnehmenden lobten insbesondere das hohe Engagement der vielfach ehrenamtlichen Akteure in der Szene und betonten die ausgeprägte Angebotsvielfalt. Zudem gäbe es ein sehr treues Publikum. Eine Stärke sei auch die Unterstützung durch den Kulturbeirat und der Austausch im AK Stadtkultur.

Als Schwäche wurde das Fehlen jüngerer Bevölkerungsgruppen gewertet, aber auch die geringe Sichtbarkeit des Angebots in der Stadt und darüber hinaus. Es fehlten ausreichende und geeignete Räume für Proben und Aufführungen der freien Szene. Zudem wird negativ wahrgenommen, dass in der Stadt der Mut für innovative Projekte bislang fehle. Grundsätzlich wurde die Förderung der freien Szene als unzureichend angesehen.

Eine besonders große Herausforderung ist nach Meinung der Teilnehmenden die geringe Sichtbarkeit des Clusters. Neben der Erschließung neuer Publikumsgruppen seien die bessere Vernetzung der Szene und die Einrichtung eines spartenübergreifend konzipierten Zentrums weitere Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wurden folgende Fragenstellungen formuliert: Was könnte dazu beitragen, dass Fördergelder besser genutzt werden? Welche Maßnahmen sind für Information und Marketing vorzuschlagen? Welche Ressourcen werden benötigt, um professionelle Arbeit im Cluster zu gewährleisten? Mit welchen Maßnahmen können Diversität und ein junges Publikum erreicht werden?

Maßnahmen zur Stärkung des kulturellen Clusters sah man u.a. in der Entwicklung eines gemeinsamen Leporellos oder eines Formates, wie etwa einer Theaternacht. Zudem sollten verstärkt anschlussfähige Themen aus der Lebenswirklichkeit jüngerer oder migrantischer Zielgruppen aufgegriffen werden. Die Einrichtung eines zentralen Projektbüros war ein weiterer Handlungsvorschlag.

Das Protokoll zu diesem Workshop können Sie hier herunterladen:

Foto: Reinhold Fischenich

Am 27. September 2019 fand der Workshop zum kulturellen Cluster Bildende Kunst statt. Es folgen einige Auszüge aus dem Ergebnisprotokoll, das unten vollständig eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Nach Ansicht der Teilnehmenden weist dieses Cluster viele Stärken auf. Dazu zählen etwa eine große Angebotsvielfalt, zahlreiche Institutionen sowie ein guter Austausch der Akteure untereinander. Positiv gewertet wurden zudem das Angebot für Kinder und Jugendliche, die Fördermöglichkeiten und die hohe Gesprächsbereitschaft seitens des Kulturamtes der Stadt Wiesbaden.

Als Schwäche wurde das Fehlen innovativer Formate und vor allem von Off-Spaces angesehen. Ebenso sei das Publikum vielfach zu konservativ. Es fehle außerdem die Sichtbarkeit der vorhandenen Angebote, und oft würden die vielen engagierten Kulturschaffenden am Rande der Selbstausbeutung arbeiten.

Als zentrale Herausforderung wurde die Entwicklung einer Strahlkraft des kulturellen Clusters der bildenden Kunst über die Stadtgrenze hinaus angesehen. Zudem sei es notwendig, mehr Freiräume in der Stadt zu schaffen und die Möglichkeiten der Kunstvermittlung auszubauen mit dem Ziel, ein breiteres Publikum erreichen zu können. Handlungsvorschläge wurden zu folgenden Fragen erarbeitet: Wie können lokale und regionale Netzwerke und Kooperationen gestärkt werden? Durch welche Maßnahmen können Freiräume geschaffen werden? Welche Maßnahmen stärken eine Inspirationskultur und können die Profilbildung von Wiesbaden unterstützen?

Notwendig ist nach Auffassung der Teilnehmenden vor allem eine stärkere Vernetzung der Akteure über regelmäßige intersektionale Treffen. Dazu sollte eine koordinierende Stelle geschaffen werden, verbunden mit dem Aufbau einer digitalen Plattform. Zudem bedürfe es einer koordinierten Nutzung des Leerstandes in der Stadt. Vorgeschlagen wurde auch, die Stadt regelmäßig zur Bühne für die bildende Kunst zu machen. Damit könne man auch erwirken, dass sich Wiesbaden hinsichtlich des Angebots im Bereich bildender Kunst von anderen Städten mehr unterscheide.

Das vollständige Protokoll zum Workshop können Sie hier herunterladen:

Der Workshop zum Cluster Historisches Erbe/Brauchtum in Wiesbaden fand am 31. August 2019 statt. Es folgen einige Auszüge aus dem Ergebnisprotokoll, das unten vollständig eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Die Stärken dieses Clusters sind nach Meinung der Teilnehmenden dabei die reiche und vielfältige Stadtgeschichte. Positiv angesehen wurden zudem die hohe Fachkompetenz und das Engagement der Kulturschaffenden, die „Dorf-Kultur“ bzw. die Tradition der Vororte.

Als eine große Schwäche wurde vor allem die Überalterung der Akteurs-Landschaft genannt; auch fehle jüngeres Publikum. Zudem sei die Diversität in diesem Cluster noch zu wenig bis gar nicht entwickelt. Als unzureichend wurde die Sichtbarkeit der Angebote empfunden, und es fehle ein Gesamtkonzept für das Cluster.

Zentrale Herausforderungen seien unter anderem die Digitalisierung und die Ansprache jüngerer Bevölkerungsgruppen. Folgende Fragen standen bei der Identifizierung von Handlungsvorschlägen Im Vordergrund: Wie können Orte der Geschichte stärker wahrnehmbar gemacht werden? Welche Maßnahmen helfen bei der Vernetzung? Mit welchen Maßnahmen können/sollten breite Zielgruppen erreicht werden? Vorgeschlagen wurde die Erstellung einer Datenbank zu den Orten des kulturellen Erbes (digitale Aufbereitung von Denkmal-Topografien) in Wiesbaden. Dies böte auch die Möglichkeit, sich mehr untereinander und themenbezogen zu vernetzen sowie das kulturelle Erbe stärker bekannt zu machen. Hilfreich sei auch eine stärkere Vernetzung mit anderen Communities der Stadtgesellschaft.

Das vollständige Protokoll zu diesem Workshop können Sie hier herunterladen:

Foto: R. Fischenich

Der Workshop zum Cluster Film/Medien/Games fand am 29. August statt. Es folgen einige Auszüge aus dem Ergebnisprotokoll, das unten vollständig eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Hinsichtlich des Stimmungsbildes der Stärken wurde vor allem die Vielfalt und die lange Tradition Wiesbadens im Bereich Film als gesehen, ebenso das Vorhandensein neuer Studiengänge im Bereich Medien. Schwachstellen sind nach Einschätzung der Teilnehmenden fehlende Angebote für das nachwachsende Publikum und dass Wiesbaden kein Image als Medien- und Filmstandort hat.

Als eine zentrale Herausforderung für das kulturelle Cluster wurde ein gezielter Aktionsplan eingefordert, der insbesondere jüngere Bevölkerungsgruppen anspricht. Zudem sei es wichtig, auch die Attraktivität der Innenstadt zu verbessern. Dies sei eine grundlegende Voraussetzung für die Wahrnehmung der kulturellen Angebote von Wiesbaden.

Bei den anschließend erarbeiteten Handlungsvorschlägen ging es u.a. um eine Verbesserung der Sichtbarkeit des vorhandenen Angebots. Zudem wurde eine Neuausrichtung der Festivalszene als notwendig angesehen. Ein vielversprechendes Entwicklungspotenzial könnte in der Einbeziehung der Gamer-Szene in das kulturelle Leben Wiesbadens bestehen.

Das vollständige Protokoll zu diesem Workshop können Sie hier herunterladen:

Am 24. August fand in der Stadtbibliothek der Workshop zum kulturellen Cluster Literatur und Bibliotheken statt. Es folgen einige Auszüge aus dem Ergebnisprotokoll, das unten vollständig eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Neben der Vielfalt der Einrichtungen und des Angebots wurde das Vorhandensein eines klassischen Literaturpublikums als Stärke angesehen. Zudem gäbe es viele inhabergeführte Buchhandlungen und den Leuchtturm Literaturhaus. Positiv bewertet wurden die Literatur-Festivals und zahlreichen Lesungen in der Stadt.

Bemängelt wurde demgegenüber das Fehlen von guten Konzepten zu zukunftsrelevanten Themen wie Diversität und Digitalisierung. Zudem gäbe es keine gezielten Angebote für unterschiedliche Communities. Vermisst wurden eine gemeinsame Projektplanung und ein Kulturmarketing sowie eine größere Sichtbarkeit und Vernetzung der lokalen Literaturszene.

Die Herausforderungen für das Cluster Literatur und Bibliotheken liegen nach Einschätzung der Teilnehmenden vor allem im Bereich der Informationspolitik und in der notwendigen Erschließung neuer und diverser Zielgruppen. Ebenso gelte es, die Öffentlichkeit der Literaturszene generell in Wiesbaden zu stärken und neue Räume dafür bereitzustellen. Bei einer notwendigen Neuausrichtung sollten alle Akteure des kulturellen Clusters eingebunden werden.

Eine wichtige Maßnahme könnte die Einrichtung einer zentralen Plattform und eines koordinierenden Kulturmanagers sein. Zudem wurden neue spartenübergreifende Formate vorgeschlagen, um neue Zielgruppen zu erschließen, aber auch um das bestehendes Publikum besser zu binden. Ein weiterer Vorschlag im Hinblick auf die bessere Sichtbarkeit der Literaturszene war, Blogger und Influencer einzubinden. Sehr hilfreich sei auch die Entwicklung des Narrativs „Literaturstadt Wiesbaden“ sowie die Auslobung eines Integrationspreises für Literatur.

Das vollständige Protokoll können Sie hier herunterladen:

Am 11.10.2019 fand im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung für die Stadt Wiesbaden ein Workshop zur kulturellen Bildung und zur kulturellen Teilhabe statt.

Bei der Sammlung der Stärken wurde von den Teilnehmenden insbesondere die Zusammenarbeit zwischen dem Kulturbereich und dem sozialen Bereich genannt. Zudem wurden beispielhafte Projekte und Einrichtungen hervorgehoben, die gemeinsam viel vorangebracht hätten. Schwächen sahen die Teilnehmenden insbesondere in der fehlenden langfristigen Perspektive der Angebote. Für innovative Ansätze und Experimentelles fehle es an Mut wie an Möglichkeiten zur Finanzierung. Bemängelt wurde die noch ausbaufähige Vernetzung bzw. der Austausch zwischen Kulturamt, Kultureinrichtungen, Jugendarbeit und Schule.

Eine zentrale Herausforderung der kulturellen Bildung bzw. der kulturellen Teilhabe in Wiesbaden sahen die Workshopteilnehmer/innen in der Entwicklung guter nachhaltiger und finanzierbarer Konzepte. In Arbeitsgruppen wurden folgende Themen vertieft: Wie kann kulturelle Bildung in Zusammenarbeit mit Schulen gestärkt werden? Wie erreichen wird mehr Koordination, Kooperation, Vernetzung? Welche Elemente muss ein Gesamtkonzept für kulturelle Teilhabe in Wiesbaden beinhalten?

Bei den Handlungsvorschlägen wurde auf die Freisetzung neuer Energien im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung gesetzt. Diskutiert wurde u.a. die Gründung eines Netzwerkes, in dem Know-how weitergegeben werden kann. Zudem könnten an Schulen Lehrkräfte zu Kulturbotschafter/innen werden. Als zentrales Thema wurde der Zugang für unterschiedliche Zielgruppen diskutiert. Diese Aufgabe solle von der Verwaltung/unterschiedlichen Dezernaten als gemeinsame Verantwortung begriffen werden.

den ein Workshop zur kulturellen Bildung und zur kulturellen Teilhabe statt. Es folgen einige Auszüge aus dem Ergebnisprotokoll, das unten vollständig eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Bei der Sammlung der Stärken, die man für dieses Thema in Wiesbaden feststellen könne, wurde von den Teilnehmenden eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen dem Kulturbereich und dem sozialen Bereich genannt. Zudem wurden beispielhafte Projekte und Einrichtungen genannt, die gemeinsam viel voranbringen würden.

Schwächen sahen die Teilnehmenden insbesondere in der fehlenden langfristigen Perspektive der Angebote. Für innovative Ansätze und Experimentelles fehle es an Mut wie an Möglichkeiten zur Finanzierung. Bemängelt wurde die noch ausbaufähige Vernetzung bzw. der Austausch zwischen Kulturamt, Kultureinrichtungen, Jugendarbeit und Schule.

Eine zentrale Herausforderung für die kulturelle Bildung bzw. die kulturelle Teilhabe in Wiesbaden sahen die Teilnehmenden des Workshops in der Entwicklung guter nachhaltiger und finanzierbarer Konzepte.

In Arbeitsgruppen wurden unterschiedliche Themen vertieft: Wie kann kulturelle Bildung in Schulen und in Zusammenarbeit mit Schulen verstärkt werden? Koordination, Kooperation, Vernetzung: Wie erreichen wir das? Welche Elemente muss ein Gesamtkonzept für kulturelle Teilhabe in Wiesbaden beinhalten?

Bei den Handlungsvorschlägen wurde auf die Freisetzung neuer Energien im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung gesetzt. Diskutiert wurde u.a. die Gründung eines Netzwerkes, in dem Know how weitergegeben werden kann. Auch könnten an Schulen Lehrkräfte zu Kulturbotschafter/innen werden. Als zentrales Thema wurde der Zugang für unterschiedliche Zielgruppen diskutiert. Diese Aufgabe solle von der Verwaltung/unterschiedlichen Dezernaten als gemeinsame Verantwortung begriffen werden.

Das vollständige Protokoll kann hier heruntergeladen werden: