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Aktuelles

Der Workshop zum kulturellen Cluster der darstellenden Kunst erfolgte am 28. September 2019. Es folgen einige Auszüge aus dem Ergebnisprotokoll, das unten vollständig eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Die Teilnehmenden lobten insbesondere das hohe Engagement der vielfach ehrenamtlichen Akteure in der Szene und betonten die ausgeprägte Angebotsvielfalt. Zudem gäbe es ein sehr treues Publikum. Eine Stärke sei auch die Unterstützung durch den Kulturbeirat und der Austausch im AK Stadtkultur.

Als Schwäche wurde das Fehlen jüngerer Bevölkerungsgruppen gewertet, aber auch die geringe Sichtbarkeit des Angebots in der Stadt und darüber hinaus. Es fehlten ausreichende und geeignete Räume für Proben und Aufführungen der freien Szene. Zudem wird negativ wahrgenommen, dass in der Stadt der Mut für innovative Projekte bislang fehle. Grundsätzlich wurde die Förderung der freien Szene als unzureichend angesehen.

Eine besonders große Herausforderung ist nach Meinung der Teilnehmenden die geringe Sichtbarkeit des Clusters. Neben der Erschließung neuer Publikumsgruppen seien die bessere Vernetzung der Szene und die Einrichtung eines spartenübergreifend konzipierten Zentrums weitere Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wurden folgende Fragenstellungen formuliert: Was könnte dazu beitragen, dass Fördergelder besser genutzt werden? Welche Maßnahmen sind für Information und Marketing vorzuschlagen? Welche Ressourcen werden benötigt, um professionelle Arbeit im Cluster zu gewährleisten? Mit welchen Maßnahmen können Diversität und ein junges Publikum erreicht werden?

Maßnahmen zur Stärkung des kulturellen Clusters sah man u.a. in der Entwicklung eines gemeinsamen Leporellos oder eines Formates, wie etwa einer Theaternacht. Zudem sollten verstärkt anschlussfähige Themen aus der Lebenswirklichkeit jüngerer oder migrantischer Zielgruppen aufgegriffen werden. Die Einrichtung eines zentralen Projektbüros war ein weiterer Handlungsvorschlag.

Das Protokoll zu diesem Workshop können Sie hier herunterladen:

Foto: Reinhold Fischenich

Am 27. September 2019 fand der Workshop zum kulturellen Cluster Bildende Kunst statt. Es folgen einige Auszüge aus dem Ergebnisprotokoll, das unten vollständig eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Nach Ansicht der Teilnehmenden weist dieses Cluster viele Stärken auf. Dazu zählen etwa eine große Angebotsvielfalt, zahlreiche Institutionen sowie ein guter Austausch der Akteure untereinander. Positiv gewertet wurden zudem das Angebot für Kinder und Jugendliche, die Fördermöglichkeiten und die hohe Gesprächsbereitschaft seitens des Kulturamtes der Stadt Wiesbaden.

Als Schwäche wurde das Fehlen innovativer Formate und vor allem von Off-Spaces angesehen. Ebenso sei das Publikum vielfach zu konservativ. Es fehle außerdem die Sichtbarkeit der vorhandenen Angebote, und oft würden die vielen engagierten Kulturschaffenden am Rande der Selbstausbeutung arbeiten.

Als zentrale Herausforderung wurde die Entwicklung einer Strahlkraft des kulturellen Clusters der bildenden Kunst über die Stadtgrenze hinaus angesehen. Zudem sei es notwendig, mehr Freiräume in der Stadt zu schaffen und die Möglichkeiten der Kunstvermittlung auszubauen mit dem Ziel, ein breiteres Publikum erreichen zu können. Handlungsvorschläge wurden zu folgenden Fragen erarbeitet: Wie können lokale und regionale Netzwerke und Kooperationen gestärkt werden? Durch welche Maßnahmen können Freiräume geschaffen werden? Welche Maßnahmen stärken eine Inspirationskultur und können die Profilbildung von Wiesbaden unterstützen?

Notwendig ist nach Auffassung der Teilnehmenden vor allem eine stärkere Vernetzung der Akteure über regelmäßige intersektionale Treffen. Dazu sollte eine koordinierende Stelle geschaffen werden, verbunden mit dem Aufbau einer digitalen Plattform. Zudem bedürfe es einer koordinierten Nutzung des Leerstandes in der Stadt. Vorgeschlagen wurde auch, die Stadt regelmäßig zur Bühne für die bildende Kunst zu machen. Damit könne man auch erwirken, dass sich Wiesbaden hinsichtlich des Angebots im Bereich bildender Kunst von anderen Städten mehr unterscheide.

Das vollständige Protokoll zum Workshop können Sie hier herunterladen:

Der Workshop zum Cluster Historisches Erbe/Brauchtum in Wiesbaden fand am 31. August 2019 statt. Es folgen einige Auszüge aus dem Ergebnisprotokoll, das unten vollständig eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Die Stärken dieses Clusters sind nach Meinung der Teilnehmenden dabei die reiche und vielfältige Stadtgeschichte. Positiv angesehen wurden zudem die hohe Fachkompetenz und das Engagement der Kulturschaffenden, die „Dorf-Kultur“ bzw. die Tradition der Vororte.

Als eine große Schwäche wurde vor allem die Überalterung der Akteurs-Landschaft genannt; auch fehle jüngeres Publikum. Zudem sei die Diversität in diesem Cluster noch zu wenig bis gar nicht entwickelt. Als unzureichend wurde die Sichtbarkeit der Angebote empfunden, und es fehle ein Gesamtkonzept für das Cluster.

Zentrale Herausforderungen seien unter anderem die Digitalisierung und die Ansprache jüngerer Bevölkerungsgruppen. Folgende Fragen standen bei der Identifizierung von Handlungsvorschlägen Im Vordergrund: Wie können Orte der Geschichte stärker wahrnehmbar gemacht werden? Welche Maßnahmen helfen bei der Vernetzung? Mit welchen Maßnahmen können/sollten breite Zielgruppen erreicht werden? Vorgeschlagen wurde die Erstellung einer Datenbank zu den Orten des kulturellen Erbes (digitale Aufbereitung von Denkmal-Topografien) in Wiesbaden. Dies böte auch die Möglichkeit, sich mehr untereinander und themenbezogen zu vernetzen sowie das kulturelle Erbe stärker bekannt zu machen. Hilfreich sei auch eine stärkere Vernetzung mit anderen Communities der Stadtgesellschaft.

Das vollständige Protokoll zu diesem Workshop können Sie hier herunterladen:

Foto: R. Fischenich

Der Workshop zum Cluster Film/Medien/Games fand am 29. August statt. Es folgen einige Auszüge aus dem Ergebnisprotokoll, das unten vollständig eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Hinsichtlich des Stimmungsbildes der Stärken wurde vor allem die Vielfalt und die lange Tradition Wiesbadens im Bereich Film als gesehen, ebenso das Vorhandensein neuer Studiengänge im Bereich Medien. Schwachstellen sind nach Einschätzung der Teilnehmenden fehlende Angebote für das nachwachsende Publikum und dass Wiesbaden kein Image als Medien- und Filmstandort hat.

Als eine zentrale Herausforderung für das kulturelle Cluster wurde ein gezielter Aktionsplan eingefordert, der insbesondere jüngere Bevölkerungsgruppen anspricht. Zudem sei es wichtig, auch die Attraktivität der Innenstadt zu verbessern. Dies sei eine grundlegende Voraussetzung für die Wahrnehmung der kulturellen Angebote von Wiesbaden.

Bei den anschließend erarbeiteten Handlungsvorschlägen ging es u.a. um eine Verbesserung der Sichtbarkeit des vorhandenen Angebots. Zudem wurde eine Neuausrichtung der Festivalszene als notwendig angesehen. Ein vielversprechendes Entwicklungspotenzial könnte in der Einbeziehung der Gamer-Szene in das kulturelle Leben Wiesbadens bestehen.

Das vollständige Protokoll zu diesem Workshop können Sie hier herunterladen:

Am 24. August fand in der Stadtbibliothek der Workshop zum kulturellen Cluster Literatur und Bibliotheken statt. Es folgen einige Auszüge aus dem Ergebnisprotokoll, das unten vollständig eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Neben der Vielfalt der Einrichtungen und des Angebots wurde das Vorhandensein eines klassischen Literaturpublikums als Stärke angesehen. Zudem gäbe es viele inhabergeführte Buchhandlungen und den Leuchtturm Literaturhaus. Positiv bewertet wurden die Literatur-Festivals und zahlreichen Lesungen in der Stadt.

Bemängelt wurde demgegenüber das Fehlen von guten Konzepten zu zukunftsrelevanten Themen wie Diversität und Digitalisierung. Zudem gäbe es keine gezielten Angebote für unterschiedliche Communities. Vermisst wurden eine gemeinsame Projektplanung und ein Kulturmarketing sowie eine größere Sichtbarkeit und Vernetzung der lokalen Literaturszene.

Die Herausforderungen für das Cluster Literatur und Bibliotheken liegen nach Einschätzung der Teilnehmenden vor allem im Bereich der Informationspolitik und in der notwendigen Erschließung neuer und diverser Zielgruppen. Ebenso gelte es, die Öffentlichkeit der Literaturszene generell in Wiesbaden zu stärken und neue Räume dafür bereitzustellen. Bei einer notwendigen Neuausrichtung sollten alle Akteure des kulturellen Clusters eingebunden werden.

Eine wichtige Maßnahme könnte die Einrichtung einer zentralen Plattform und eines koordinierenden Kulturmanagers sein. Zudem wurden neue spartenübergreifende Formate vorgeschlagen, um neue Zielgruppen zu erschließen, aber auch um das bestehendes Publikum besser zu binden. Ein weiterer Vorschlag im Hinblick auf die bessere Sichtbarkeit der Literaturszene war, Blogger und Influencer einzubinden. Sehr hilfreich sei auch die Entwicklung des Narrativs „Literaturstadt Wiesbaden“ sowie die Auslobung eines Integrationspreises für Literatur.

Das vollständige Protokoll können Sie hier herunterladen:

Die Kulturentwicklungsplanung für die Stadt Wiesbaden ist in vollem Gang. Kulturschaffende und -interessierte haben in Workshops, bei Experteninterviews sowie im ersten Bürgerdialog Ende August und dem CultureCamp mit jungen Kulturinteressierten Stärken und Schwächen der Kultur in Wiesbaden skizziert und erste Handlungsvorschläge formuliert.

Am 16. November sollen nun einige Einschätzungen und Statements zur zukünftigen Entwicklung des Wiesbadener Kulturlebens der Bürgerschaft vorgestellt werden. Dies erfolgt an drei verschiedenen Stationen in der Stadt: die Kulturentwicklungsplanung geht sozusagen on tour. An diesen Stationen haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich zu den einzelnen „Blitzlichtern“ ein eigenes Bild zu machen, diese zu kommentieren oder um neue Aspekte zu ergänzen.

Die Stationen der Kulturentwicklungsplanung on tour in der Stadt sind:

Stadtbibliothek                 11.00 – 12.30 Uhr

Luisenforum                      13.30 – 15.00 Uhr

Schlachthof                       18.30 – 20.00 Uhr

Das Kulturamt freut sich gemeinsam mit dem Beratungsbüro STADTart, das den Planungsprozess begleitet, auf einen regen Gedankenaustausch vor Ort. Bei Fragen und Vorschlägen steht Ihnen das Team unter kulturentwicklungsplan@wiesbaden.de gerne zur Verfügung.

Schüler/innen, Studierende und junge Erwachsene sehen Herausforderungen für die Kultur in Wiesbaden.

alle Fotos: Reinhold Fischenich

An dem von STADTart moderierten CultureCamp in der Kreativfabrik nahmen rund 15 Schüler/innen, Studierende und junge Erwachsene teil. Stadtrat Axel Imholz begrüßte die Teilnehmer/innen und machte dabei deutlich, wie wichtig ihm kritische bzw. konstruktive Beiträge dieser Gruppe der Bevölkerung zum Kulturentwicklungsplan Wiesbaden sind. Zum Abschluss der Veranstaltung präsentierte Artem Zolotarov ein Poetry Slam.

Im Eingangsbereich gab es die Möglichkeit, spontane Gedanken unter dem Hashtag #KulturWiesbaden zu notieren und gleichzeitig einen Ideenspeicher zu befüllen. Dabei wurden Begriffe wie #Spießbaden genannt oder auch angemerkt dass Kultur hinter verschlossenen Türen stattfände. Als Ideen wurden z.B. mehr Festivals für Jugendliche und mehr Poetry-Slam-Veranstaltungen notiert.

Nach der Begrüßung sammelten die Teilnehmenden jeweils positive wie negative Aspekte des Kulturangebots in Wiesbaden. Aus Sicht der Schüler/innen, Studierenden und jungen Erwachsenen wurden vor allem frei zugängliche Orte, wie z.B. der Sedanplatz oder auch kleine Läden und Kioske als Stärke empfunden. Genannt wurden zudem die vielen Festivals, wo man umsonst und draußen Kultur genießen könne. Positiv wahrgenommen wurden auch die Kinokultur oder das junge Staatstheater.

Bei den Schwächen der Wiesbadener Kultur nannten die Teilnehmenden vor allem die Probleme mit dem ÖPNV, der die Nutzung der Kulturangebote in der Stadt beinträchtige. Auch das Fehlen spezieller Angebote für die junge Zielgruppe war ein genannter Minuspunkt. Zudem würde es zu wenig Möglichkeit zur Partizipation in den Kultureinrichtungen geben. Die Teilnehmenden bemängelten außerdem fehlende Werbung und zielgruppengerechte Ansprache.

Gefragt, was die Stadt Wiesbaden tun solle, um zukünftig das Kulturangebot für Schüler/innen, Studierende und junge Erwachsene zu verbessern, wurden vor allem Maßnahmen zur Sichtbarkeit von Angeboten genannt. Eine Kultur-App, die benutzerfreundlich gestaltet sei, wäre ebenso ein wichtiger Schritt. Ein weiterer Vorschlag war, dass Laien und Profis gemeinsam ein ganzes Wochenende für die Kultur in Wiesbaden gestalten könnten. Dies würde die Chancen zur Vernetzung und zum persönlichen Austausch von Jung und Alt, von Nachbarn und Neuzugezogenen in den verschiedenen Stadtteilen unterstützen.

Wer sich für die Details des CultureCamps interessiert, der kann das komplette Protokoll zu der Veranstaltung hier herunterladen.

Gerne können unter diesem Beitrag weitere Ideen vorschlagen und diese kommentiert werden.

Bericht vom ersten Bürgerdialog im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung für die Stadt Wiesbaden.

Stimmungsbild und Ideen zur Entwicklung der Kultur in Wiesbaden

Am Freitagabend den 23.8., einem sehr warmen Tage, fanden die gut 30 Teilnehmenden an der Veranstaltung eine große Wand im Eingangsbereich des Kulturforums vor, auf welcher sie erste Einschätzungen zur Kultur in Wiesbaden notieren konnten. Einzelne Impulse auf der Wand regten an, sich Gedanken darüber zu machen, welche Kulturereignisse besonders geschätzt werden. Gefragt wurde aber auch nach den Schwächen der Wiesbadener Kultur und nach fehlenden Angeboten.

...weiterlesen "Bericht vom ersten Bürgerdialog"

Der Wiesbadener Kulturdezernent Axel Imholz zum ersten Bürgerdialog im Rahmend er Kulturentwicklungsplanung.

Kulturdezernent Axel Imholz wird die Teilnehmenden des ersten Bürgerdialogs am 23.8. im Kulturforum begrüßen und freut sich schon auf die Veranstaltung. Im Vorfeld hat er einige Fragen dazu beantwortet.

...weiterlesen "3 Fragen an Kulturdezernent Axel Imholz"