Springe zum Inhalt

Partizipation und bessere Infrastruktur. Bericht zum CultureCamp.

Schüler/innen, Studierende und junge Erwachsene sehen Herausforderungen für die Kultur in Wiesbaden.

alle Fotos: Reinhold Fischenich

An dem von STADTart moderierten CultureCamp in der Kreativfabrik nahmen rund 15 Schüler/innen, Studierende und junge Erwachsene teil. Stadtrat Axel Imholz begrüßte die Teilnehmer/innen und machte dabei deutlich, wie wichtig ihm kritische bzw. konstruktive Beiträge dieser Gruppe der Bevölkerung zum Kulturentwicklungsplan Wiesbaden sind. Zum Abschluss der Veranstaltung präsentierte Artem Zolotarov ein Poetry Slam.

Im Eingangsbereich gab es die Möglichkeit, spontane Gedanken unter dem Hashtag #KulturWiesbaden zu notieren und gleichzeitig einen Ideenspeicher zu befüllen. Dabei wurden Begriffe wie #Spießbaden genannt oder auch angemerkt dass Kultur hinter verschlossenen Türen stattfände. Als Ideen wurden z.B. mehr Festivals für Jugendliche und mehr Poetry-Slam-Veranstaltungen notiert.

Nach der Begrüßung sammelten die Teilnehmenden jeweils positive wie negative Aspekte des Kulturangebots in Wiesbaden. Aus Sicht der Schüler/innen, Studierenden und jungen Erwachsenen wurden vor allem frei zugängliche Orte, wie z.B. der Sedanplatz oder auch kleine Läden und Kioske als Stärke empfunden. Genannt wurden zudem die vielen Festivals, wo man umsonst und draußen Kultur genießen könne. Positiv wahrgenommen wurden auch die Kinokultur oder das junge Staatstheater.

Bei den Schwächen der Wiesbadener Kultur nannten die Teilnehmenden vor allem die Probleme mit dem ÖPNV, der die Nutzung der Kulturangebote in der Stadt beinträchtige. Auch das Fehlen spezieller Angebote für die junge Zielgruppe war ein genannter Minuspunkt. Zudem würde es zu wenig Möglichkeit zur Partizipation in den Kultureinrichtungen geben. Die Teilnehmenden bemängelten außerdem fehlende Werbung und zielgruppengerechte Ansprache.

Gefragt, was die Stadt Wiesbaden tun solle, um zukünftig das Kulturangebot für Schüler/innen, Studierende und junge Erwachsene zu verbessern, wurden vor allem Maßnahmen zur Sichtbarkeit von Angeboten genannt. Eine Kultur-App, die benutzerfreundlich gestaltet sei, wäre ebenso ein wichtiger Schritt. Ein weiterer Vorschlag war, dass Laien und Profis gemeinsam ein ganzes Wochenende für die Kultur in Wiesbaden gestalten könnten. Dies würde die Chancen zur Vernetzung und zum persönlichen Austausch von Jung und Alt, von Nachbarn und Neuzugezogenen in den verschiedenen Stadtteilen unterstützen.

Wer sich für die Details des CultureCamps interessiert, der kann das komplette Protokoll zu der Veranstaltung hier herunterladen.

Gerne können unter diesem Beitrag weitere Ideen vorschlagen und diese kommentiert werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.