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Die Kulturentwicklungsplanung für die Stadt Wiesbaden ist in vollem Gang. Kulturschaffende und -interessierte haben in Workshops, bei Experteninterviews sowie im ersten Bürgerdialog Ende August und dem CultureCamp mit jungen Kulturinteressierten Stärken und Schwächen der Kultur in Wiesbaden skizziert und erste Handlungsvorschläge formuliert.

Am 16. November sollen nun einige Einschätzungen und Statements zur zukünftigen Entwicklung des Wiesbadener Kulturlebens der Bürgerschaft vorgestellt werden. Dies erfolgt an drei verschiedenen Stationen in der Stadt: die Kulturentwicklungsplanung geht sozusagen on tour. An diesen Stationen haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich zu den einzelnen „Blitzlichtern“ ein eigenes Bild zu machen, diese zu kommentieren oder um neue Aspekte zu ergänzen.

Die Stationen der Kulturentwicklungsplanung on tour in der Stadt sind:

Stadtbibliothek                 11.00 – 12.30 Uhr

Luisenforum                      13.30 – 15.00 Uhr

Schlachthof                       18.30 – 20.00 Uhr

Das Kulturamt freut sich gemeinsam mit dem Beratungsbüro STADTart, das den Planungsprozess begleitet, auf einen regen Gedankenaustausch vor Ort. Bei Fragen und Vorschlägen steht Ihnen das Team unter kulturentwicklungsplan@wiesbaden.de gerne zur Verfügung.

Schüler/innen, Studierende und junge Erwachsene sehen Herausforderungen für die Kultur in Wiesbaden.

alle Fotos: Reinhold Fischenich

An dem von STADTart moderierten CultureCamp in der Kreativfabrik nahmen rund 15 Schüler/innen, Studierende und junge Erwachsene teil. Stadtrat Axel Imholz begrüßte die Teilnehmer/innen und machte dabei deutlich, wie wichtig ihm kritische bzw. konstruktive Beiträge dieser Gruppe der Bevölkerung zum Kulturentwicklungsplan Wiesbaden sind. Zum Abschluss der Veranstaltung präsentierte Artem Zolotarov ein Poetry Slam.

Im Eingangsbereich gab es die Möglichkeit, spontane Gedanken unter dem Hashtag #KulturWiesbaden zu notieren und gleichzeitig einen Ideenspeicher zu befüllen. Dabei wurden Begriffe wie #Spießbaden genannt oder auch angemerkt dass Kultur hinter verschlossenen Türen stattfände. Als Ideen wurden z.B. mehr Festivals für Jugendliche und mehr Poetry-Slam-Veranstaltungen notiert.

Nach der Begrüßung sammelten die Teilnehmenden jeweils positive wie negative Aspekte des Kulturangebots in Wiesbaden. Aus Sicht der Schüler/innen, Studierenden und jungen Erwachsenen wurden vor allem frei zugängliche Orte, wie z.B. der Sedanplatz oder auch kleine Läden und Kioske als Stärke empfunden. Genannt wurden zudem die vielen Festivals, wo man umsonst und draußen Kultur genießen könne. Positiv wahrgenommen wurden auch die Kinokultur oder das junge Staatstheater.

Bei den Schwächen der Wiesbadener Kultur nannten die Teilnehmenden vor allem die Probleme mit dem ÖPNV, der die Nutzung der Kulturangebote in der Stadt beinträchtige. Auch das Fehlen spezieller Angebote für die junge Zielgruppe war ein genannter Minuspunkt. Zudem würde es zu wenig Möglichkeit zur Partizipation in den Kultureinrichtungen geben. Die Teilnehmenden bemängelten außerdem fehlende Werbung und zielgruppengerechte Ansprache.

Gefragt, was die Stadt Wiesbaden tun solle, um zukünftig das Kulturangebot für Schüler/innen, Studierende und junge Erwachsene zu verbessern, wurden vor allem Maßnahmen zur Sichtbarkeit von Angeboten genannt. Eine Kultur-App, die benutzerfreundlich gestaltet sei, wäre ebenso ein wichtiger Schritt. Ein weiterer Vorschlag war, dass Laien und Profis gemeinsam ein ganzes Wochenende für die Kultur in Wiesbaden gestalten könnten. Dies würde die Chancen zur Vernetzung und zum persönlichen Austausch von Jung und Alt, von Nachbarn und Neuzugezogenen in den verschiedenen Stadtteilen unterstützen.

Wer sich für die Details des CultureCamps interessiert, der kann das komplette Protokoll zu der Veranstaltung hier herunterladen.

Gerne können unter diesem Beitrag weitere Ideen vorschlagen und diese kommentiert werden.

Der Wiesbadener Kulturdezernent Axel Imholz zum ersten Bürgerdialog im Rahmend er Kulturentwicklungsplanung.

Kulturdezernent Axel Imholz wird die Teilnehmenden des ersten Bürgerdialogs am 23.8. im Kulturforum begrüßen und freut sich schon auf die Veranstaltung. Im Vorfeld hat er einige Fragen dazu beantwortet.

...weiterlesen "3 Fragen an Kulturdezernent Axel Imholz"

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Im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Kulturentwicklungsplan lädt das städtische Kulturamt alle Interessierten zum 1. Bürgerdialog am Freitag, 23. August, von 17 bis ca. 20 Uhr, ins Kulturforum, Friedrichstraße 16, herzlich ein.

Nach einer einleitenden Information zur Kulturentwicklungsplanung stehen die Ideen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Mittelpunkt. Sie sind aufgefordert, ihre Vorstellungen zur künftigen Entwicklung der Kultur in Wiesbaden einzubringen und bereits erste Handlungsvorschläge zu formulieren. Moderiert wird die Veranstaltung von der mit der fachlichen Begleitung beauftragten Arbeitsgemeinschaft STADTart/ Eichler/ von Heyl. Gearbeitet wird im Plenum wie auch in kleineren Gruppen zur Diskussion spezieller Fragestellungen.

Im Rahmen der Kurzen Nacht hat sich die Arbeitsgemeinschaft STADTart/Eichler/von Heyl erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. An verschiedenen Kultureinrichtungen der Stadt konnten die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt Wiesbaden ihre Vorschläge zur Entwicklung des Kulturbereichs unterbreiten.  

Die Aktion stieß bei den Besucherinnen und Besucher auf große Resonanz und erbrachte eine Reihe von Hinweisen, u.a. hinsichtlich der Bewerbung von Kulturangeboten. Genannt wurde auch, dass Kultur für alle zugänglich sein sollte. Manche fanden die Situation des Stadtmuseums wenig zufriedenstellend. Sehr gelobt wurde beispielsweise die Biennale. Einige wünschten sich zum Beispiel mehr Kunst im öffentlichen Raum oder zusätzliche Raumangebote für Kulturakteure und -initiativen.